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Liquiditätsplan-Vorlage

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Was ein Liquiditätsplan zeigt

Ein Liquiditätsplan stellt Monat für Monat alle erwarteten Einzahlungen den Auszahlungen gegenüber und zeigt, wie sich dein Kontostand entwickelt. Das Ziel ist einfach: nie zahlungsunfähig werden, auch wenn Kunden später zahlen oder eine größere Rechnung fällig wird.

Abgrenzung zur Kapitalflussrechnung: Der Liquiditätsplan blickt monatsgenau nach vorne und dient der Steuerung. Die rückblickende Kapitalflussrechnung gehört dagegen zum Jahresabschluss.

Dahinter steht eine Grundgleichung: Anfangsbestand + Einzahlungen − Auszahlungen = Endbestand. Der Endbestand eines Monats ist automatisch der Anfangsbestand des nächsten. So wird jeder Monat lückenlos verkettet.

Liquidität und Gewinn sind zweierlei. Der Gewinn entsteht periodengerecht, also wann eine Leistung erbracht wird, die Liquidität ist zahlungswirksam, also wann das Geld tatsächlich fließt. Deshalb kann ein profitables Unternehmen trotzdem illiquide sein, etwa wenn Kunden erst nach 60 Tagen zahlen, das Lager aufgebaut wird oder eine Investition ansteht.

Genau deshalb gibst du bei Planvik deine durchschnittliche Forderungslaufzeit an, den DSO (Days Sales Outstanding). Er sagt, nach wie vielen Tagen deine Kunden im Schnitt zahlen. Damit verschiebt der Plan jeden Umsatz auf den Monat, in dem das Geld wirklich eingeht, nicht auf den Monat der Rechnung. Trägst du keinen Wert ein, rechnet Planvik mit einem Standardwert von 45 Tagen.

Beispiel: sechs Monate im Überblick

Ein vereinfachtes Beispiel zeigt das Prinzip. Alle Beträge in Euro.

PositionJanFebMärAprMaiJun
Anfangsbestand20.00022.50026.30032.05036.50044.200
Einzahlungen40.00042.00045.00043.00048.00050.000
− Wareneinkauf14.00014.70015.75015.05016.80017.500
− Personal15.00015.00015.00015.00015.00015.000
− Fixkosten6.0006.0006.0006.0006.0006.000
− Kapitaldienst2.5002.5002.5002.5002.5002.500
Saldo2.5003.8005.7504.4507.7009.000
Endbestand22.50026.30032.05036.50044.20053.200

Die Ertragsteuer (Körperschaft- und Gewerbesteuer) bucht Planvik als Jahreszahlung zum Jahresende, sie erscheint also im Dezember und nicht in diesem Halbjahres-Ausschnitt. Alle Beträge sind netto gerechnet. Sinkt der Endbestand unter null, zeigt der Plan eine Deckungslücke, die du mit einem Kontokorrentrahmen, verhandelten Zahlungszielen oder einer gestreckten Investition schließt.

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Direkte und indirekte Methode

Für die Liquiditätsrechnung gibt es zwei Wege:

Typische Fehler

  1. Umsatz mit Einzahlung gleichgesetzt. Zahlungsziele verschieben den Geldeingang oft um Wochen.
  2. Netto und brutto vermischt. Beides ist zulässig, aber nur in einer Linie: entweder durchgängig brutto mit der Umsatzsteuer-Zahllast als eigener Auszahlung (so rechnet die kostenlose Vorlage oben) oder durchgängig netto (so rechnet das Planvik-Finanzmodell). Wer mischt, verfälscht den Saldo.
  3. Investitionen, Steuern oder Kapitaldienst nicht enthalten. Genau diese großen Abflüsse reißen sonst Löcher.
  4. Nur Jahreswerte statt Monate. Eine Jahreszahl versteckt die Monate, in denen das Konto leer ist.

Häufige Fragen

Wie viele Monate sollte ein Liquiditätsplan abdecken?

Üblich sind zwölf Monate rollierend. Für einen Kreditantrag ist das erste Jahr meist monatsgenau, die Folgejahre jährlich.

Was ist der Unterschied zwischen Liquiditätsplan und Kapitalflussrechnung?

Der Liquiditätsplan blickt monatsgenau nach vorne und dient der Steuerung. Die Kapitalflussrechnung blickt zurück und ist Teil des Jahresabschlusses, meist nach der indirekten Methode.

Rechnet der Plan mit oder ohne Umsatzsteuer?

Die kostenlose Vorlage rechnet brutto und führt die Umsatzsteuer-Zahllast als eigene Auszahlung, so siehst du den echten Kontostand. Das Planvik-Finanzmodell plant dagegen auf Netto-Basis, wie bei Bankplänen üblich: Die Umsatzsteuer ist dort ein durchlaufender Posten, der Ergebnis und mittelfristige Liquidität nicht verändert. Wichtig ist nur, innerhalb eines Plans bei einer Linie zu bleiben.

Was mache ich bei einer Deckungslücke?

Einen Kontokorrentrahmen bereithalten, mit Kunden kürzere und mit Lieferanten längere Zahlungsziele verhandeln oder größere Investitionen zeitlich strecken.