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Kapitalflussrechnung

Was die Kapitalflussrechnung zeigt und wie du sie herleitest.

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Was die Kapitalflussrechnung zeigt

Die Kapitalflussrechnung, im Englischen Cashflow Statement, erklärt, wie sich der Bestand an liquiden Mitteln in einer Periode verändert hat. Sie schließt die Lücke zwischen dem Gewinn aus der GuV und dem tatsächlichen Kontostand aus der Bilanz.

Abgrenzung zum Liquiditätsplan: Die Kapitalflussrechnung blickt zurück und gehört zum Jahresabschluss. Willst du deine Zahlungsfähigkeit vorausschauend Monat für Monat steuern, ist der Liquiditätsplan das richtige Werkzeug.

Dazu teilt sie alle Zahlungsströme in drei Bereiche: den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (das operative Geschäft), aus Investitionstätigkeit (Kauf und Verkauf von Anlagen) und aus Finanzierungstätigkeit (Kredite und Eigenkapital). Die Summe der drei ergibt die Veränderung der liquiden Mittel.

Indirekte Methode Schritt für Schritt

Die indirekte Methode startet beim Jahresüberschuss und rechnet ihn in den operativen Cashflow um. Alle Beträge in Euro.

PositionBetrag
Jahresüberschuss120.000
+ Abschreibungen60.000
− Zunahme Forderungen−25.000
+ Zunahme Verbindlichkeiten15.000
− Zunahme Vorräte−10.000
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit160.000
− Investitionen ins Anlagevermögen−90.000
= Cashflow aus Investitionstätigkeit−90.000
+ Darlehensaufnahme50.000
− Tilgung−30.000
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit20.000
= Veränderung der liquiden Mittel90.000

Der Gewinn beträgt 120.000 Euro, die liquiden Mittel steigen aber nur um 90.000 Euro. Die Differenz steckt vor allem in der Investition und im Forderungsaufbau.

Kapitalflussrechnung automatisch erzeugen

Planvik leitet die Kapitalflussrechnung automatisch aus GuV und Bilanz ab, mit sauber getrennten Bereichen und verlinkten Formeln. Kein manuelles Umbauen, keine Vorzeichenfehler.

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Direkte oder indirekte Methode

Für den operativen Cashflow gibt es zwei Darstellungswege:

Beide Wege führen zum selben operativen Cashflow, sie unterscheiden sich nur in der Darstellung.

Häufige Fehler

  1. Abschreibungen nicht addiert. Sie mindern den Gewinn, kosten aber kein Geld und müssen zurückgerechnet werden.
  2. Working Capital mit falschem Vorzeichen erfasst. Ein Forderungsaufbau bindet Geld und zählt negativ, ein Anstieg der Verbindlichkeiten setzt Geld frei.
  3. Zinsen doppelt erfasst. Sie stecken schon im Jahresüberschuss.
  4. Investitionen im operativen Bereich verbucht. Anlagenkäufe gehören in die Investitionstätigkeit.

Häufige Fragen

Welche Methode verlangt die Bank?

Üblich ist die indirekte Methode, beide sind aber zulässig. Entscheidend ist, dass die Herleitung nachvollziehbar ist.

Was ist der Unterschied zur Liquiditätsplanung?

Die Kapitalflussrechnung blickt zurück und ist Teil des Jahresabschlusses. Die Liquiditätsplanung blickt monatsgenau nach vorne und dient der Steuerung.

Gehören gezahlte Zinsen in den operativen Cashflow?

Nach DRS 21 gehören gezahlte Zinsen in die laufende Geschäftstätigkeit; ein Wahlrecht zwischen operativem Bereich und Finanzierungsbereich kennt der internationale Standard IAS 7. Wichtig ist in jedem Fall, es stetig gleich zu handhaben.

Warum weicht der Gewinn vom Cashflow ab?

Wegen nicht zahlungswirksamer Posten wie Abschreibungen, wegen Veränderungen im Working Capital und wegen Investitionen, die den Gewinn nicht, aber die Liquidität sehr wohl treffen.