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Liquiditätsplan Vorlage — kostenlose Excel für 12 Monate

Ein Liquiditätsplan zeigt Monat für Monat, wann Geld eingeht und wann es abfliesst. Wer ihn rollierend führt, sieht Engpässe drei Monate vorher — und kann reagieren, statt zu reagieren. Diese Vorlage liefert das Standard-Schema, das auch Banken im Kreditantrag erwarten.

Was gehört in einen Liquiditätsplan?

Die Standard-Struktur einer monatsgenauen Liquiditätsplanung sieht so aus:

PositionBeispiel
Anfangsbestand LiquiditätBankguthaben + Kasse zu Monatsbeginn
+ Einzahlungen aus UmsatzZahlungseingänge Kunden (nicht Rechnungen)
+ Sonstige EinzahlungenKreditauszahlung, Eigenkapital, Zuschuss
− Auszahlungen Material/WareneinsatzLieferantenrechnungen, Wareneinkäufe
− Auszahlungen PersonalLöhne, Gehalt, SV-Beiträge
− Auszahlungen FixkostenMiete, IT, Versicherung, Marketing
− SteuernUSt-VA, KöSt-Vorauszahlung, Gewerbesteuer
− InvestitionenMaschinen, Fahrzeuge, IT-Ausstattung
− KapitaldienstZins + Tilgung an Bank
= Endbestand LiquiditätÜbertrag in Folgemonat

Der Endbestand des einen Monats ist der Anfangsbestand des nächsten. Wird der Endbestand negativ, droht Zahlungsunfähigkeit.

Liquiditätsplan vs. GuV: Der Unterschied

Beide Sheets sehen ähnlich aus, messen aber unterschiedliches:

Deshalb kann ein Unternehmen in der GuV profitabel sein und gleichzeitig zahlungsunfähig werden — klassischer „profitabel pleite“-Effekt bei Wachstum.

Die typischen Vergessens-Fallen

Diese Auszahlungen werden in selbstgebauten Plänen oft vergessen:

  1. Umsatzsteuer-Voranmeldung — monatlich oder quartalsweise zum 10. Folgemonat
  2. Körperschaft- und Gewerbesteuer-Vorauszahlungen — quartalsweise
  3. Sozialversicherungsbeiträge — spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des Monats
  4. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Boni — oft Mai und November
  5. Versicherungsprämien — meist Jahreszahlung, nicht monatlich
  6. Working Capital — bei Wachstum steigen Forderungen und Vorräte schneller als der Cash-Eingang

Liquiditätsplan automatisch erstellen

Planvik generiert die monatsgenaue Liquiditätsplanung mit allen Pflicht-Positionen — inklusive Steuern, Working Capital und Kapitaldienst — aus Ihren Eingaben.

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Wie weit in die Zukunft planen?

Drei übliche Horizonte:

Rollierend planen statt einmalig

Ein Liquiditätsplan, der einmal zu Jahresbeginn erstellt und dann liegen gelassen wird, verfehlt seinen Zweck. Best Practice:

Häufige Fragen

Was gehört in einen Liquiditätsplan?

Anfangsbestand, alle Einzahlungen (Umsätze, Kreditauszahlungen, Eigenkapital), alle Auszahlungen (Material, Personal, Miete, Steuern, Tilgung, Investitionen), Endbestand pro Monat.

Was ist der Unterschied zwischen Liquiditätsplan und GuV?

Die GuV zeigt Erträge und Aufwendungen periodengerecht. Der Liquiditätsplan zeigt Ein- und Auszahlungen taggenau. Eine Rechnung über 10.000 € erscheint sofort in der GuV, im Liquiditätsplan erst bei Zahlungseingang.

Wie weit in die Zukunft sollte ein Liquiditätsplan reichen?

Mindestens 12 Monate monatsgenau. Für Kreditanträge oft 13-Wochen-Planung wochengenau und 24–36 Monate monatsgenau.

Welche Auszahlungen werden oft vergessen?

Umsatzsteuer-Voranmeldung, Körperschaft-/Gewerbesteuer-Vorauszahlungen, Sozialversicherungsbeiträge, Urlaubsgeld/Boni, Investitionen, Working Capital (Vorratsaufbau, Forderungsanstieg).

Brauche ich einen Liquiditätsplan auch ohne Kreditantrag?

Ja. Eine rollierende 13-Wochen-Liquiditätsplanung ist Standard im Mittelstand — sie zeigt 3 Monate vorher, wenn Geld knapp wird, und gibt damit Zeit zum Reagieren.

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