Planvik

Der Finanzplan für deinen Kreditantrag

Was die Bank erwartet und wie du den bankfähigen Plan aufbaust.

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Was die Bank an deinem Finanzplan prüft

Ein Bankberater liest deinen Finanzplan mit vier Fragen im Kopf: Verdient das Vorhaben Geld (Rentabilität)? Reicht der Cashflow für Zins und Tilgung (Kapitaldienstfähigkeit)? Wie viel Eigenkapital steht dahinter (Substanz)? Und sind die Zahlen plausibel und nachvollziehbar? Der Plan überzeugt nur, wenn alle vier klar beantwortet sind.

Dafür erwartet die Bank eine Plan-GuV, eine monatsgenaue Liquiditätsplanung, eine Planbilanz, einen Tilgungsplan je Kredit und die zentralen Kennzahlen. Wie du diesen Plan sauber aufbaust, zeigt Schritt für Schritt der Ratgeber Finanzplan erstellen und, für den Finanzteil im Businessplan, der Finanzteil im Businessplan. Diese Seite erklärt dagegen, wie die Bank ihn bewertet.

Kapitaldienstfähigkeit: die entscheidende Frage

Das wichtigste Kriterium jeder Kreditprüfung ist die Kapitaldienstfähigkeit: Kannst du aus dem laufenden Geschäft den Kapitaldienst, also Zins und Tilgung, dauerhaft tragen? Die Bank liest das aus deiner Liquiditäts- und Cashflow-Planung ab.

Gemessen wird es mit der Kapitaldienstdeckung, dem DSCR: dem Cashflow vor Kapitaldienst geteilt durch den Kapitaldienst. Als Faustregel will die Bank einen Wert deutlich über 1,0 sehen, üblich sind mindestens 1,2. Ein Wert von 1,2 heißt, dass nach Zins und Tilgung noch rund ein Fünftel Puffer bleibt. Wie du ihn berechnest und welche Schwelle deine Bank erwartet, steht im Ratgeber DSCR berechnen.

Wird es im ersten Jahr eng, hilft eine tilgungsfreie Anlaufzeit oder eine längere Laufzeit: Beides senkt den Kapitaldienst pro Jahr und hebt den DSCR. Entscheidend ist, dass die Liquidität in keinem Monat negativ wird.

Rating und Bonität: wie die Bank dich einstuft

Bevor die Bank über den Kredit entscheidet, vergibt sie ein internes Rating, eine Bonitätsnote. Sie fasst zusammen, wie wahrscheinlich du den Kredit zurückzahlst, und entscheidet damit über zwei Dinge: ob du den Kredit bekommst und zu welchem Zinssatz. Ein besseres Rating bedeutet in der Regel günstigere Konditionen.

In das Rating fließen vor allem ein:

Ein sauberer, nachvollziehbarer Finanzplan mit belastbaren Annahmen verbessert das Rating unmittelbar, weil er Unsicherheit aus der Bewertung nimmt.

Wie die Bank intern prüft

Dein Ansprechpartner in der Filiale entscheidet einen größeren Kredit in aller Regel nicht allein. Deutsche Banken trennen aus Aufsichtsgründen zwei Bereiche organisatorisch voneinander, die sogenannte Funktionstrennung nach den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk):

Kleinere Kredite entscheidet dein Berater häufig im Rahmen fester Kompetenzgrenzen selbst. Erst ab bestimmten Beträgen kommt das zweite, unabhängige Votum aus der Marktfolge hinzu (Vier-Augen-Prinzip).

Größere Engagements lösen zusätzlich die Offenlegungspflicht nach § 18 KWG aus: Ab 1,5 Millionen Euro Gesamtobligo muss die Bank sich deine wirtschaftlichen Verhältnisse offenlegen lassen, viele Häuser fordern die Unterlagen aber schon deutlich früher.

Warum die Bank so vorsichtig liest, liegt an einem Ungleichgewicht: Fällt ein zugesagter Kredit aus, verliert sie im schlimmsten Fall den vollen Betrag. An einem gut laufenden Kredit verdient sie dagegen nur die schmale Zinsmarge. Ein einziger Ausfall kostet also so viel wie die Marge aus vielen soliden Krediten. Deshalb prüft die Bank lieber einmal zu streng als zu locker und belohnt Pläne, die auch im schlechteren Fall noch tragen. Genau auf diesen Ausfall zielen die Rückfragen zum Umsatzrückgang.

Was das für dich bedeutet: Dein Plan muss jemanden überzeugen, den du nie triffst. Die Marktfolge liest nüchtern, was du eingereicht hast, ohne dein Gespräch und ohne deine Begeisterung. Deshalb entscheidet am Ende, ob die Zahlen in sich schlüssig und nachprüfbar sind.

Der Plan, an dem die Bank all das abliest

Planvik erzeugt die komplette Excel-Datei mit GuV, Kapitalflussrechnung, Planbilanz, Tilgungsplänen und den Kennzahlen, durchgängig verlinkt und sauber formatiert. Genau das Format, das die Kreditprüfung erwartet, in etwa 15 Minuten.

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Kapitalbedarf und Sicherheiten

Die Bank will genau wissen, wofür du das Geld brauchst und woher es insgesamt kommt. Diese beiden Seiten müssen sich decken:

Fast immer verlangt die Bank zusätzlich Sicherheiten. Üblich sind Guthaben und Wertpapiere, Immobilien über eine Grundschuld, Maschinen oder Fahrzeuge über eine Sicherungsübereignung sowie persönliche Bürgschaften der Gesellschafter.

Fehlen dir Sicherheiten, gibt es zwei Wege: Eine Bürgschaftsbank deines Bundeslandes verbürgt einen großen Teil des Kredits, wenn das Vorhaben tragfähig ist. Und viele KfW-Programme enthalten eine Haftungsfreistellung, die der Hausbank einen Teil des Ausfallrisikos abnimmt, sodass sie leichter zusagt.

Das Bankgespräch: vorbereitet überzeugen

Im Gespräch zählt neben dem Plan, ob du ihn souverän vertrittst. Es ist meist kurz, also bereite eine knappe Zusammenfassung vor und kenne deine Zahlen auswendig. Rechne mit Rückfragen wie: Warum dieses Umsatzwachstum? Was passiert bei zwanzig Prozent weniger Umsatz? Wie ist die Tilgung gedeckt?

Diese Fehler kosten am häufigsten die Zusage:

  1. Umsatzprognose ohne Beleg. Wachstum muss mit Marktdaten oder Auftragsbestand begründbar sein.
  2. Personalbedarf zu niedrig. Starkes Wachstum bei unverändertem Team wirkt unrealistisch.
  3. Working Capital ignoriert. Forderungs- und Vorratsaufbau bindet Geld, das dann fehlt.
  4. Steuern falsch angesetzt. Kapitalgesellschaften zahlen Körperschaft- und Gewerbesteuer aus dem Unternehmen; bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften wird der Gewinn beim Inhaber über die Einkommensteuer besteuert. Je nach Rechtsform gehört das in die Planung, sonst ist das Ergebnis zu hoch angesetzt.
  5. Bilanz geht nicht auf. Stimmen Aktiva und Passiva nicht überein, ist das ein klares Warnsignal: Es kostet Vertrauen in den gesamten Plan, weil es auf handwerkliche Fehler schließen lässt.

Sparkasse, Volksbank, KfW: gibt es Unterschiede?

Im Kern nein. Alle deutschen Institute prüfen nach demselben Schema. Unterschiede gibt es nur bei den zusätzlich verlangten Unterlagen:

Welche Unterlagen die Bank insgesamt erwartet, hängt von Betrag, Vorhaben und Rechtsform ab. Der Finanzplan selbst kann in allen Fällen identisch sein.

Häufige Fragen

Welche Unterlagen braucht die Bank zusätzlich zum Finanzplan?

Üblich sind die letzten zwei bis drei Jahresabschlüsse, die aktuelle BWA, eine Selbstauskunft und je nach Vorhaben ein Businessplan. Bei KfW-finanzierten Krediten kommt das KfW-Antragsformular hinzu.

Wie viele Jahre muss der Finanzplan abdecken?

Für Investitionskredite üblicherweise drei bis fünf Jahre Planung plus zwei bis drei Jahre Historie, bei KfW-Programmen oft fünf Jahre. Die Liquiditätsplanung ist im ersten Jahr meist monatsgenau.

Wie viel Eigenkapital erwartet die Bank?

Es gibt keine feste Quote, aber als Faustregel gelten 15 bis 20 Prozent Eigenkapital am Vorhaben. Mehr Eigenkapital verbessert das Rating und damit die Konditionen.

Bekomme ich ohne Sicherheiten einen Kredit?

Oft ja, über eine Bürgschaftsbank oder eine KfW-Haftungsfreistellung, die einen Teil des Ausfallrisikos übernimmt. Entscheidend bleibt, dass das Vorhaben im Finanzplan tragfähig ist.

Reicht eine selbst gebaute Excel-Tabelle?

Technisch ja, praktisch oft nicht. Banken erwarten eine konsistente Struktur mit verlinkten Sheets, sauberer Formatierung und nachvollziehbaren Formeln. Genau dieses Format liefert Planvik ohne Excel-Bastelei.

Was kostet ein bankfähiger Finanzplan?

Berater berechnen je nach Umfang meist 1.000 bis 5.000 Euro, Steuerberater in der Regel 1.500 bis 4.000 Euro. Ein Tool wie Planvik liefert das gleiche Zahlenwerk als bankfähiges Excel für 149 Euro (Standard) bzw. 299 Euro (Premium).

Wie schnell erstellt Planvik den Finanzplan?

Aus geführten Eingaben entsteht der vollständige Plan in etwa 15 Minuten, als bankfähiges Excel mit GuV, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Tilgungsplänen und Kennzahlen.