Planvik

Finanzplanso baust du ihn Schritt für Schritt

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Das Fundament: das Annahmen-Sheet

Jeder gute Finanzplan beginnt mit einem Annahmen-Blatt. Dort stehen alle veränderbaren Größen an einem Ort: die Umsatztreiber (Preise, Mengen, Wachstum), die Kostentreiber (Materialquote, Gehälter und Personalbedarf, Fixkosten) und die Finanzannahmen (Zinssatz, Zahlungsziele, Steuersatz). Alle anderen Blätter rechnen ausschließlich aus diesem einen Blatt.

Der Vorteil ist doppelt. Erstens trennt es sauber, was Eingabe ist und was daraus berechnet wird. Zweitens siehst du die Stellschrauben auf einen Blick: Änderst du eine Annahme, zieht sich die Wirkung durch das ganze Modell, ohne dass du an dutzenden Stellen nachbessern musst.

Die Mechanik: drei verkettete Abschlüsse

Ein Finanzmodell ist kein Stapel getrennter Tabellen, sondern drei Abschlüsse, die ineinandergreifen. Die Plan-GuV zeigt den Erfolg, die Liquiditäts- oder Kapitalflussrechnung den echten Geldfluss und die Planbilanz den Bestand an Vermögen und Kapital.

Der Fluss ist immer gleich: Umsatz minus Kosten ergibt das Ergebnis der GuV. Dieses Ergebnis fließt, um Abschreibungen und Working-Capital-Veränderungen korrigiert, in den Cashflow. Cashflow und Ergebnis verändern die Bilanz, also Eigenkapital, Kasse und Fremdkapital. Am Ende muss die Bilanz aufgehen: Aktiva gleich Passiva. Geht sie nicht auf, steckt im Modell ein Fehler.

Diese Verkettung sauber und stabil hinzubekommen ist der eigentlich schwierige Teil, gerade in Excel, wo sie an hunderten Formeln über mehrere Blätter hängt.

Das Modell, ohne Excel-Bastelei

Planvik baut genau dieses Modell für dich. Du füllst geführte Eingaben aus, Planvik verkettet GuV, Liquidität und Bilanz automatisch, und die Bilanz geht per Konstruktion auf. Ergebnis: ein bankfähiges Excel in etwa 15 Minuten.

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Prinzipien für ein sauberes Modell

Über allem steht die Nachvollziehbarkeit: Jeder Prüfer, und du selbst nach ein paar Wochen, muss jede Zahl in einem Schritt nachvollziehen können. Verschachtelte Formeln wie diese sind das Gegenteil davon:

=WENN(B4>0;SVERWEIS(B4;Annahmen!A:F;WENN(D4="A";4;5);0)*(1+B7)^E4;0)

Was diese Zelle rechnet, kann kaum jemand auf Anhieb sagen. Besser ist, die Logik auf mehrere benannte Zwischenschritte zu verteilen, bis eine Zelle nur noch =Basispreis * Wachstumsfaktor lautet. Sauberes Modellieren heißt konkret:

Schritt für Schritt zum fertigen Plan

  1. Ausgangslage festhalten. Startpunkt ist deine aktuelle Lage: bei einem bestehenden Unternehmen die letzte Bilanz mit Eigenkapital, Vermögen und laufenden Krediten, bei einer Gründung das eingebrachte Eigenkapital. Darauf baut die Planbilanz auf.
  2. Alle Annahmen sammeln. Trage in einem Annahmen-Blatt zusammen, was dein Modell steuert: die Umsatztreiber (Preise, Mengen, Wachstum), die Kostentreiber (Materialquote, Gehälter und Personalbedarf, Fixkosten) und die Finanzannahmen (Zinssatz, Zahlungsziele, Steuersatz). Diese Werte sind später die einzigen, die du anfasst.
  3. Umsatz aufbauen. Rechne den Umsatz bottom-up aus Preis und Menge je Produkt, mit Wachstum und Saisonalität. So ist jede Umsatzzahl auf einen Treiber zurückführbar.
  4. Kosten und Personal planen. Leite die variablen Kosten aus dem Umsatz ab, plane das Personal nach Rollen inklusive Lohnnebenkosten und setze die Fixkosten wie Miete, Marketing und IT an.
  5. Investitionen und Finanzierung ergänzen. Erfasse geplante Anschaffungen mit ihrer Abschreibung sowie die Finanzierung aus Eigenkapital, Förderung und Krediten samt Tilgungsplan.
  6. Die drei Abschlüsse verketten. Verknüpfe GuV, Liquidität und Planbilanz so, dass das Ergebnis in den Cashflow und von dort in die Bilanz fließt. Erst diese Verkettung macht aus Einzeltabellen ein Modell.
  7. Prüfen und iterieren. Kontrolliere den Bilanzcheck, lies die Kennzahlen ab und rechne einen Base- und einen Worst-Case. Was unplausibel ist, korrigierst du an der Annahme, nicht an der Formel.

Sanity-Checks vor der Abgabe

Wie du die zentralen Kennzahlen berechnest und welche Werte erwartet werden, steht in den Ratgebern zu DSCR, Eigenkapitalquote und EBITDA.

Häufige Fragen

Excel oder Tool, womit baue ich den Plan?

Excel gibt maximale Freiheit, kostet aber Zeit und ist bei der Verkettung fehleranfällig. Ein Tool wie Planvik liefert dasselbe bankfähige Modell in etwa 15 Minuten, offen als xlsx.

Brauche ich Buchhaltungskenntnisse?

Für den Aufbau von Hand hilft ein Grundverständnis von GuV, Cashflow und Bilanz. Mit einem geführten Tool reichen deine betrieblichen Zahlen.

Wie lange dauert ein Finanzplan?

Von Hand in Excel schnell mehrere Tage, mit einem geführten Tool etwa 15 Minuten für die erste Version.

Wie oft sollte ich den Plan aktualisieren?

Mindestens einmal im Jahr und immer, wenn sich eine wichtige Annahme ändert, etwa Zinssatz, Preise oder ein größerer Auftrag.