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EBITDAworauf Banken und Investoren im Finanzplan schauen

Was EBITDA aussagt und wie du es in zwei Schritten berechnest.

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Was EBITDA ist und warum es zählt

EBITDA steht für Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Es zeigt die operative Ertragskraft eines Unternehmens, unabhängig davon, wie es finanziert ist, wie hoch die Steuerlast ausfällt und welche Abschreibungspolitik es verfolgt.

Weil es Finanzierung, Steuern und Abschreibungspolitik ausblendet, ist EBITDA einfach zu ermitteln und über Unternehmen, Branchen und Ländergrenzen hinweg vergleichbar. Das macht es zur meistverwendeten Ertragskennzahl überhaupt. In der Transaktions- und Finanzierungsberatung dreht sich ein Großteil der Arbeit um das bereinigte EBITDA (Adjusted EBITDA), bei dem Sondereffekte herausgerechnet werden, um die nachhaltige Ertragskraft sichtbar zu machen.

Im Finanzplan ist EBITDA eine der zentralen Größen. Es ist der Ausgangspunkt für den Cashflow und damit für den DSCR, es dient Banken als Basis für Covenants wie das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA, und Investoren bewerten Unternehmen über EV/EBITDA-Multiplikatoren.

EBITDA = Jahresüberschuss + Steuern + Zinsen + Abschreibungen

Einfaches Rechenbeispiel

EBITDA lässt sich auf zwei Wegen berechnen, die zum selben Ergebnis führen. Von oben, ausgehend vom Umsatz:

Umsatzerlöse1.500.000 €
− Materialaufwand / Wareneinsatz600.000 €
− Personalaufwand450.000 €
− sonstige betriebliche Aufwendungen225.000 €
= EBITDA225.000 €

Oder von unten, ausgehend vom Jahresüberschuss, indem die herausgerechneten Posten wieder addiert werden:

Jahresüberschuss105.000 €
+ Ertragsteuern45.000 €
+ Zinsen20.000 €
+ Abschreibungen55.000 €
= EBITDA225.000 €

Beide Wege ergeben 225.000 €. Bezogen auf den Umsatz von 1.500.000 € entspricht das einer EBITDA-Marge von 15 Prozent. Was als gute Marge gilt, hängt stark von der Branche ab: Software erreicht oft über 30 Prozent, der Handel bewegt sich häufig im niedrigen einstelligen Bereich. Ein pauschaler Richtwert führt deshalb in die Irre, aussagekräftig ist der Vergleich mit der eigenen Branche und der eigenen Entwicklung über die Zeit.

EBITDA und alle Kennzahlen automatisch

Planvik berechnet EBITDA, EBIT und alle weiteren Kennzahlen für jedes Planjahr automatisch aus deiner Plan-GuV, durchgängig verknüpft bis zu Bilanz und Cashflow. Heraus kommt ein bankfertiges Excel-Finanzmodell, das du direkt einreichen kannst.

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EBITDA, EBIT und Jahresüberschuss

EBITDA ist die oberste Stufe der Ergebnisrechnung. Zieht man die Abschreibungen ab, ergibt sich das EBIT, das Betriebsergebnis. Nach Zinsen und Steuern bleibt der Jahresüberschuss:

EBITDA225.000 €
− Abschreibungen55.000 €
= EBIT170.000 €
− Zinsen20.000 €
= Ergebnis vor Steuern150.000 €
− Ertragsteuern45.000 €
= Jahresüberschuss105.000 €

Die Grenzen von EBITDA

So nützlich EBITDA für Vergleiche ist, es blendet reale Belastungen aus. Abschreibungen stehen für den Werteverzehr von Maschinen und Anlagen, die irgendwann ersetzt werden müssen. Zinsen und Steuern sind echte Auszahlungen. EBITDA ist deshalb kein Cashflow und kann kapitalintensive Geschäftsmodelle besser aussehen lassen, als sie sind. Für die Frage, ob ein Unternehmen seinen Kapitaldienst tatsächlich stemmt, zählt der Cashflow nach diesen Posten, wie ihn der DSCR misst.

Häufige Fragen

Was ist Adjusted EBITDA?

Das bereinigte EBITDA rechnet einmalige oder betriebsfremde Effekte heraus, etwa Restrukturierungskosten, Rechtsstreitigkeiten oder ein überhöhtes Gesellschaftergehalt. So wird die nachhaltige, wiederkehrende Ertragskraft sichtbar. In M&A-Prozessen ist die Höhe dieser Bereinigungen oft der am härtesten verhandelte Punkt.

Was sagt das EV/EBITDA-Multiple aus?

Es setzt den Unternehmenswert (Enterprise Value) ins Verhältnis zum EBITDA und zeigt, wie viele Jahres-EBITDAs ein Käufer zahlt. Je nach Branche, Wachstum und Marktphase liegen die Multiplikatoren grob zwischen dem Vier- und dem Fünfzehnfachen.

Zählt die Amortisation immaterieller Vermögenswerte mit?

Ja. Das zweite A in EBITDA steht für Amortization, die Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte wie Firmenwert oder Lizenzen. Sie wird genauso herausgerechnet wie die Abschreibung auf Sachanlagen.

Was bedeuten EBITA und EBITDAR?

Varianten mit anderer Abgrenzung: Das EBITA lässt nur die Abschreibung auf immaterielle Werte weg, das EBITDAR zusätzlich die Mietaufwendungen (Rent). Letzteres ist bei Unternehmen mit hohen Leasing- oder Mietkosten üblich, etwa im Handel oder bei Fluggesellschaften.

Wie berechnet Planvik das EBITDA?

Planvik ermittelt EBITDA für jedes Planjahr automatisch aus der Plan-GuV, zusammen mit EBIT, dem Jahresüberschuss und den übrigen Kennzahlen. Sonderpositionen kannst du als eigene Zeilen erfassen, sodass sie im ausgewiesenen EBITDA enthalten sind.