Planvik

Der Finanzteil im Businessplan

Welche Planungen reingehören und wie sie ineinandergreifen.

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Was in den Finanzteil gehört

Der Finanzteil übersetzt dein Vorhaben in Zahlen. Während der Textteil erklärt, was du vorhast, zeigt der Finanzteil, ob es sich rechnet. Er besteht aus fünf Planungen:

Die Zahlen müssen die Geschichte belegen

Der Finanzteil ist die Beweisführung zum Rest des Businessplans. Jede Aussage aus dem Textteil muss sich in den Zahlen wiederfinden: Das im Markt- und Marketingkapitel beschriebene Wachstum steht so in der Umsatzplanung, die geplanten Einstellungen tauchen in den Personalkosten auf, die Investitionen aus der Strategie im Kapitalbedarf. Laufen Text und Zahlen auseinander, verliert der ganze Plan an Glaubwürdigkeit.

Technisch tragen den Finanzteil drei verkettete Abschlüsse: die Plan-GuV zeigt den Erfolg, die Kapitalflussrechnung den Geldfluss, die Planbilanz den Bestand. Sie greifen so ineinander, dass am Ende die Bilanz aufgeht, also Aktiva gleich Passiva. Das ist der Beweis, dass der Plan in sich stimmt. Wie diese Verkettung im Detail funktioniert und worauf es beim Aufbau ankommt, zeigt der Ratgeber Finanzplan erstellen.

GuV, Cashflow und Bilanz automatisch verkettet

Planvik führt dich durch alle Planungen und verknüpft GuV, Kapitalflussrechnung und Planbilanz automatisch. Änderst du eine Annahme, rechnet das ganze Modell neu, und die Bilanz geht per Konstruktion auf. Fertig als bankfähiges Excel mit Kennzahlen und Tilgungsplänen.

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Unit Economics: rechnet sich eine einzelne Einheit?

Bevor du ein Geschäftsmodell hochskalierst, sollte sich schon eine einzelne Einheit rechnen, egal ob Bank, Investor oder du selbst draufschaut. Das zeigen die Unit Economics, und sie machen den Unterschied zwischen reinem Umsatzwachstum und einem tragfähigen Modell:

Ein Beispiel: Verkaufst du eine Einheit für 100 Euro bei 60 Euro variablen Kosten, beträgt der Deckungsbeitrag 40 Euro. Bei 200.000 Euro Fixkosten im Jahr liegt der Break-even damit bei 5.000 Einheiten. Erst diese Zahl zeigt, ob dein Modell auch bei realistischen Mengen trägt, lange bevor es um Wachstum geht.

Wie detailliert es sein muss

Der geforderte Detailgrad hängt weniger vom einzelnen Institut ab als vom Adressaten und der Größe des Vorhabens. Banken prüfen weitgehend nach demselben Schema, ein Investor schaut stärker auf Wachstum und Unit Economics, eine Förderstelle auf den Verwendungsnachweis. Als Faustregel:

Die zentralen Kennzahlen sollten am Ende direkt ablesbar sein. Wie du sie berechnest und welche Werte Banken erwarten, steht in den Ratgebern zu DSCR, Eigenkapitalquote und EBITDA.

Häufige Fehler

  1. Gründerlohn oder Privatentnahmen vergessen. Auch dein Lebensunterhalt muss aus dem Plan finanziert sein.
  2. Working Capital ignoriert. Forderungs- und Vorratsaufbau bindet Geld, das dann fehlt.
  3. Umsatz zu optimistisch und ohne Beleg. Kapitalgeber rechnen konservativ nach.
  4. Die Teile passen nicht zusammen. GuV, Kapitalflussrechnung und Bilanz werden getrennt gebaut und laufen auseinander: Die Bilanz geht nicht auf, oder eine Planzahl steht auf zwei Blättern unterschiedlich. In verschachtelten, über Jahre gewachsenen Formeln passiert das schnell und kostet Vertrauen.
  5. Finanzteil widerspricht dem Textteil. Wenn im Text 30 Prozent Wachstum stehen und in der Tabelle 10, verliert der ganze Plan an Glaubwürdigkeit.

Häufige Fragen

Wie viele Jahre plant der Finanzteil?

Üblich sind drei Jahre, bei KfW-Programmen oft fünf. Das erste Jahr wird monatsgenau geplant.

Braucht der Finanzteil eine Planbilanz?

Für einen Kreditantrag in der Regel ja. Bei reinen Förderanträgen reichen teils GuV und Liquiditätsplanung.

Was ist der Unterschied zwischen Finanzplan und Finanzteil?

Der Finanzteil ist das Kapitel im Businessplan. Der Finanzplan meint die Zahlenwerke selbst. In der Praxis werden die Begriffe oft synonym verwendet.

Muss ich Szenarien rechnen?

Nicht zwingend. Ein Base- und ein Worst-Case zeigen aber, dass du auch bei schlechterem Verlauf zahlungsfähig bleibst.